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Hintergrundinformation Zantedeschia ‘Captain Amigo®’ < zurück
 
Familie
Neben Zantedeschia gehören Arum, Anthurium, Dieffenbachia und Philodendron zur Familie der Araceae (Aronstabgewächse). Zur Familie gehören neben kleinen Bodendeckern auch sehr großblättrige Pflanzen, Pflanzen mit meterlangen Luftwurzeln, die hoch in die Baumriesen klettern und Epiphyten. Die Blüten der Aronstabgewächse sitzen in großen Mengen auf einem Blütenkolben, der von einer Blütenscheide umgeben ist. Meistens verbreitet diese Blütenscheide einen Aasgeruch: Damit locken die Pflanzen Aasfliegen an, die für die Bestäubung sorgen. Der Milchsaft der Aronstabgewächse ist häufig giftig, doch bei einigen Arten sind die an Stärkemehl reichen Knollen oder Rhizome essbar. Auch die Beeren werden oft gegessen. Die gesamte Zantedeschia-Pflanze ist giftig.

Viele Aronstabgewächse haben eine Vorliebe für Sumpfgebiete. Auch Zantedeschia-Arten sind Sumpfpflanzen, die sich fest am Ufer verankern. Ursprünglich stammt der Aronstab aus Südafrika und wächst dort an Orten, wo das Abfließen des Regenwassers behindert ist. Dabei handelt es sich um zeitweise sumpfige, morastartige Stellen, die jedoch nur kurzfristig bestehen bleiben. Darauffolgende lange Perioden mit Trockenheit kann die Pflanze gut überbrücken.

Arten
Man unterscheidet zwischen der großblütigen Zantedeschia aethiopica und den kleinblütigen Arten, die als ‘Zantedeschia sonstige’ gehandelt werden. Zantedeschia wird das ganze Jahr über an die Versteigerungen geliefert, im Winter ist das Angebot jedoch begrenzt.

Die Hauptsaison für Zantedeschia aethiopica ist zwischen Februar und Juni. Die Farbe der Blüten aus dieser Produktgruppe ist vor allem Weiß. Wichtigste Sorten sind ‘Highwood’ und ‘Colombe de la Paix’; etwas anders in der Farbgebung ist die teilweise grüne ‘Green Goddess’.

Die Hauptsaison für 'Zantedeschia sonstige' (farbig) beginnt im April und endet im September. Die Anlieferungen aus niederländischer Produktion finden zwischen April und Dezember statt. Im restlichen Jahr bestimmen Importe das Angebot. Importiert wird aus Kenia (Zantedeschia sonstige) und Israel (Z. aethiopica).

Rund Dreiviertel der Anlieferungen aus niederländischer Produktion bestehen aus ‘Zantedeschia sonstige’. Ihre Stiellänge variiert von 25 bis 80 cm. Sie werden meistens unter ihrem Sortennamen und manchmal nach Farben angeliefert. Häufig vorkommende Farben sind Weiß, Gelb, Violett und Rot. Mehrfarbige Varianten kommen immer häufiger vor. Die wichtigste Sorte ist ‘Crystal Blush’. In einem frühen Stadium ist diese Sorte weiß und eignet sich ausgezeichnet für die Trauer- und die Hochzeitsfloristik. In einem reiferen Erntestadium färbt sich die Sorte hellrosa. Eine andere wichtige Sorte ist ‘Black Eyed Beauty’; sie hat eine zarte crèmefarbene Tönung. ‘Black Magic’ lässt sich gut in einer Design-Umgebung verarbeiten, vor allem durch die hellgelbe Farbe und das einzigartige schwarze Herz. Andere Sorten sind durch ihre bemerkenswerte schwarze Farbe ausgezeichnet für exklusive Gestecke geeignet.  Dies gilt beispielsweise für ‘Pink Persuasion’ (bordeaux), ‘Mango’ (orange-braun) und ‘Cameo’ (lachs). Auch ‘Schwarzwalder’ (mit fast schwarzer Blütenfarbe) ist ein Gewinn für das Sortiment. In den letzten Jahren hat sich das Sortiment der „sonstigen“ Zantedeschien stark erweitert. Neue Produkte müssen vor allem kräftige Stiele und Blüten haben, uniform sein und regelmäßig angeliefert werden. Züchter zielen mit ihren Veredelungsprogrammen auf hellere und leuchtendere Farben, aber auch auf optimale Produktivität und Resistenz gegen Krankheiten. 

Pflegetipps
Während Transport und Lagerung
Im Geschäft

Beim Konsumenten
 


Top 10 Zantedeschia Sonstige
(auf der Basis des VBN-Umsatzes 2007) 
1.     ‘Crystal Blush’
2.     ‘Mango’
3.     Sonstige gemischt
4.     ‘Treasure’
5.     ‘Majestic Red’
6.     ‘Florex Gold’
7.     ‘Captain Romance’
8.     ‘Black Magic’
9.     ‘Garnet Glow’
10.   ‘Black Eyed Beauty’

Anlieferung- und Umsatzzahlen an die niederländischen Versteigerungen Zantedeschia Sonstige
Umsatz VBN (x 1.000 Euro): 
2007: 28.401
2005: 25.081
2003: 23.984

Anlieferung VBN (x 1.000 Stück):
2007: 66.007
2005: 53.079
2003: 45.899

Interessante Internetseiten
www.kapiteyn.nl
www.zantedeschia.com
www.sandegroup.nl
www.bloomz.co.nz
www.trendflor.nl
www.calla4all.nl

Erläuterung des Namens
Zantedeschia wurde ursprünglich als „Arum aethiopicum”, beziehungsweise „äthiopischer Aronstab” bezeichnet. Während dieser Zeit (18. Jahrhundert) war Afrika noch größtenteils unbekannt und Äthiopien war Repräsentant für den gesamten afrikanischen Kontinent. Ein anderer Namen, der der Pflanze zugeordnet wurde, war: Calla aethiopica, wobei „Calla” im Griechischen „schön” bedeutet. Eine weitere Bezeichnung war „Richardia africana”, abgeleitet vom französischen Botaniker Richard. Letztlich etablierte sich der Name Zantedeschia, nach dem italienischen Arzt und Pflanzenkundler G. Zantedeschi (1773-1846). Aethiopica ist Griechisch für „wachsend im Moorenland” oder „durch die Sonne gebleicht”. Im Volksmund wird Zantedeschia „Calla“ oder „Aronstab“ genannt.

Symbolik
Da Weiß ursprünglich als Farbe des Todes gilt, (in vielen asiatischen Ländern ist das noch immer so) wurden großblumige Callas ursprünglich häufig in der Trauerfloristik eingesetzt. Aktuell findet die Blume auch oft in Monosträußen, gemischten Sträußen oder als Solitär in einer Vase Verwendung. 

Produktspezifikationen
www.vbn.nl

Wichtigste Farben Zantedeschia (gesamte Gruppe)
1.     Weiß
2.     Gelb
3.     Violett
4.     Braun
5.     Rosa
6.     Orange
7.     Zweifarbig
8.     Rot 

Bekannt für spezielle(n) Tag(e)
Zantedeschia wird traditionell häufig in der Trauerfloristik oder in Arrangements für den Kirchenschmuck verwendet. In Großbritannien und anderen Ländern wird die Blume auch in der Brautfloristik eingesetzt.

Ergänzende Informationen
Bereits 1725 wurden die ersten Zantedeschia-Exemplare durch den Gouverneur der Kapprovinz nach Europa geschickt. Neuseeländische Gärtner transportierten zu Beginn dieser Jahrhunderts eine Menge Saatgut und Pflanzen in alle Teile der Welt. Zantedeschia fühlte sich im Neuseeländischen Klima besonders zuhause (dort wurde sie häufig im Freiland kultiviert). In den Niederlanden ist sie noch ein relativ junges Gewächs. Um 1980 machten Zwiebelhändler die Pflanze bei den Gärtnern bekannt. Die Knollen wurden überwiegend von Treiberein im eigenen Land abgenommen. Gewebekultur und das Veredeln der Pflanzen wurden um 1990 aktuell. Einjährige Freilandkultur von einjährigen Knollen und Gewebekultur folgten danach. Inzwischen ist die Kultur weitestgehend ausgereift. Gesunde Partien und einmalige Verwendung der Knollen sind zurzeit üblich.

Disclaimer
Obwohl diese Informationen sorgfältig zusammengestellt wurden, kann die VBN keine Haftung für Schäden, gleich welcher Art, die in direkter Folge mit Handlungen und/oder Entscheidungen, die (unter anderem) auf der Grundlage oben stehender Informationen gefällt wurden, übernehmen.

Die Produkte sind ausschließlich zu dekorativen Zwecken bestimmt und nicht zum Verzehr geeignet. Produkte können bei unsachgemäßer Behandlung, Verzehr, Berührung und/oder Allergien zu Schäden bei Mensch und Tier führen.

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