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| In der Schweiz geben zwei führende Supermarkt-/Verbrauchermarktketten im Handel mit Schnittblumen den Ton an. |
Absatzstruktur
Zu den Verkaufstellen dieser beiden Ketten gehören neben Lebensmittelläden und Verbrauchermärkten in allen Grössen auch Tankstellenshops, Kioske, Baumärkte und bei einem Anbieter Gartencenter zur Unternehmensgruppe, die allerdings für einen geringeren Teil des Umsatzes stehen. Daher werden diese Anbieter im Folgenden unter dem Begriff Supermärkte zusammengefasst. 2004 erreichten beide gemeinsam einen Marktanteil von 59 Prozent in Bezug auf die Gesamtausgaben für Blumen und Pflanzen in der Schweiz. Blumenfachgeschäfte büssten zwischen 2000 und 2004 weiter Marktanteile ein und erreichten 2004 noch 23 Prozent. Bei den Zimmerpflanzen haben die beiden Supermarktketten eine noch stärkere Position. 2004 lag ihr Marktanteil bei 65 Prozent. Einen stabilen Marktanteil bei Zimmerpflanzen haben hier ausserdem die Einzelhandelsgärtnerein mit 14 Prozent, der Anteil der Blumenfachgeschäfte an den Gesamtausgaben nimmt Jahr für Jahr ab und lag 2004 bei 8 Prozent.
Grosshandel
Der schweizerische Grosshandel umfasst nur eine kleine Anzahl von rund 20 Betrieben, die sowohl im Import als auch im Grosshandel tätig sind. Einige Agenturen sind zudem im telefonischen Verkauf tätig. Die Grosshändler betreiben ihr Geschäft in eigenen Cash & Carrys oder haben Niederlassungen in den so genannten Blumenbörsen. Dort bieten auch lokale Produktionsgärtnereien traditionell ihre Erzeugnisse an. Die Blumenbörsen befinden sich in Bern, Genf, Heimberg, Lausanne, Littau, Mörschwil, Rothrist und in Zürich. Zum Angebot der Blumenbörsen gehört auch Importware, die zur Komplettierung des Sortiments eingeführt wird. An den Blumenbörsen befinden sich in der Regel auch Niederlassungen importierender Grosshändler. Diese sind jedoch sehr zurückhaltend bei der Einführung neuer Produkte und testen in der Regel zunächst die Akzeptanz des Marktes.
Seit 2002 ist die Einfuhr von Blumen und Pflanzen in die Schweiz zollfrei, obwohl diese nicht Mitglied der Europäischen Union ist. Nach der Einfuhr von 1000 Tonnen Blumen gilt jedoch ein System von Einfuhrrechten und Mengenbeschränkungen. Schweizer Importeure bekommen ein Kontingent zugewiesen. Will ein Importeur mehr Blumen und Pflanzen einführen, muss er gleichzeitig ein bestimmtes Kontingent heimischer Produkte abnehmen. Diese Beschränkungen werden bis 2007 abgebaut.
Insgesamt wurden 2005 Schnittblumen für fast 145 Millionen Euro Blumen und Pflanzen in die Schweiz importiert. 2001 lag der Import noch bei 163 Millionen. 59 Prozent der in die Schweiz importierten Schnittblumen stammten 2005 aus den Niederlanden (2003 noch 62%), Italien (12%), Kenia (9%) und Ecuador (6%) sind weitere wichtige Importländer. Dabei werden überwiegend Rosen importiert. Importzahlen für Zimmerpflanzen sind nicht bekannt. (Quelle: Eidg. Oberzolldirektion)
Einzelhandel
Schnittblumen
Im Einzelhandel mit Schnittblumen sind die Supermarktketten seit Jahren marktführend. Die Blumenfachgeschäfte haben seit 2000 5 Prozent Marktanteil eingebüsst. Die Einzelhandelsgärtnereien konnten ihren Marktanteil stabilisieren und können seit 2002 8 Prozent der Verbraucherausgaben für sich verbuchen. Auch der Markt- und Strassenhandel hat einen weitgehend stabilen Anteil von 6 Prozent.
Marktanteile Absatzkanäle Schnittblumen (Ausgaben in Prozent)
Quelle: IHA-GfK
Topfpflanzen
Bei den Topfpflanzen ist die Dominanz der Supermarktketten noch ausgeprägter. Hier liegt der Marktanteil seit Jahren um die 60 Prozent und erreichte 2004 wie schon 2002 erneut ein Hoch von 65 Prozent. Einzelhandelsgärtnereien sind beim Einkauf von Zimmerpflanzen beliebter als Blumenfachgeschäfte. Die Gärtnereien haben einen stabilen Marktanteil von 14 Prozent, während das Blumengeschäft in den vergangenen Jahren weiter Marktanteile einbüsste und nur noch 8 Prozent der Ausgaben auf sich vereinigen kann. Auch Gartencenter haben zu kämpfen, ihr Marktanteil sank mit einem Zwischenhoch 2003 im Jahr 2004 auf einen Tiefstand von 5 Prozent.
Marktanteile Absatzkanäle Zimmerpflanzen (Ausgaben in Prozent)
Quelle: IHA-GfK
Blumenfachgeschäft
Aus einer Untersuchung der Productschap Tuinbouw im Jahr 2006 geht hervor, dass die Selbsteinschätzung der schweizerischen Blumenfachhändler geteilt ist. Ein Teil ordnet sich selbst eher der Gruppe der 'Künstler' zu, die andere Gruppe sieht sich als „Unternehmer". Die meisten Floristen beklagen Umsatzrückgänge in den vergangenen 2 bis 3 Jahren. Eine kleine Gruppe, die überwiegend zu den 'Unternehmern' gehört, teilt diese Einschätzung nicht. Die Stärke dieser Gruppe liegt vor allem in einer rationalen Beurteilung der Kostensituation, einer stärkeren Analyse des Kundenstamms und der Ausarbeitung eines Konzeptes, wobei sich häufig auf ein bestimmtes Produktsegment konzentriert und nicht 'alles' angeboten wird. Ein umfangreiches Dienstleitungsangebot und gute Qualität des Sortiments sind nach Auffassung der Blumenfachhändler die Stärken des eigenen Absatzkanals.
Schnittblumen machen dabei 54 Prozent des Angebots aus. Vor allem gemischte Fertigsträusse werden am häufigsten verkauft. 16 Prozent des Angebots besteht aus Zimmerpflanzen, davon mehr als die Hälfte (58%) blühende Pflanzen. Accessoires und Dekorationsartikel gewinnen im Blumengeschäft an Boden: 13 Prozent des Angebots setzt sich aus diesen Artikeln zusammen. Weitere 18 Prozent machen saisonbedingt Beet- und Balkonpflanzen aus. Die Blumenfachhändler schätzen ihre eigene Marktposition als schwierig ein. Zwar erwarten sie mit einer günstigen ökonomischen Entwicklung Umsatzzuwächse, aber auch einen steigenden Konkurrenzdruck durch andere Blumengeschäfte, Supermärkte und Baumärkte.
Lebensmitteleinzelhandel
Der Lebensmittelhandel der Schweiz wird durch zwei Unternehmensgruppen dominiert, die 2005 zusammen einen Marktanteil von rund 74 Prozent erreichten. In der Handelslandschaft sind sie vom Hypermarkt bis zum Tankstellenshop in jeder Anbietergrösse vertreten. Nur im Discountbereich sind diese beiden Unternehmen nicht tätig. Dieser wird durch einen schweizerischen und die bekannten deutschen und französischen Anbieter besetzt. In den Kassen der beiden grossen Schweizer Unternehmensgruppen landeten 2004 59 Prozent der Gesamtausgaben für Blumen und Pflanzen. Davon wurden rund 60 Prozent für Schnittblumen und 40 Prozent für Zimmerpflanzen ausgegeben.
Bei den Schnittblumen nahmen vor allem Monosträusse die führende Position ein, mit ihnen wurden beim einen Anbieter 65 Prozent beim anderen 75 Prozent der Umsätze bei Schnittblumen erzielt. Konsumenten schätzen bei den Supermarktketten die relativ niedrigen Preise und die gute Qualität der Blumen, die sich aus der Sicht der Verbraucher in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. Aufgrund der hohen Umschlaggeschwindigkeit in den Supermärkten gehen die Verbraucher davon aus, dass die Blumen frisch sind. Auch werden die Themen Umwelt und Fair Trade von den Supermärkten stärker aufgegriffen als von den Blumenfachgeschäften. Ein Plus aus Sicht der Konsumenten. Kritisiert wird die fehlende Auswahl, was jedoch nicht für alle Verkaufsstellen gilt sowie die unterschiedliche Qualität bei Präsentation und Verpackung. Unterschiede werden zwischen den beiden Unternehmen in Bezug auf Beratungskompetenz, Präsentation und Preisgefüge gesehen.
Bei den Zimmerpflanzen liegt der Marktanteil der beiden Supermarktketten bei 40 bzw. 25 Prozent. Bei den Zimmerpflanzen sind es 74 bzw. 77 Prozent, die für blühende Pflanzen ausgegeben werden. 2004 konnten Pflanzenschalen etwas zulegen und 14 bzw. 11 Prozent der Ausgaben für sich verbuchen. Auf Grünpflanzen entfallen bei beiden Unternehmensgruppen 12 Prozent der Ausgaben.
Gartencenter
In der Schweiz gibt es nicht viele echte Gartencenterketten, meist haben diese nur wenige Niederlassungen. Eine Ausnahme bildet ein Kooperationsverband von 27 schweizerischen Gartencentern, die in Bezug auf Marken und Einkaufspolitik, Kundenaktivitäten und ständige Mitarbeiterschulungen zusammenarbeiten. Allerdings gibt es auch Gartencenter als Teil der in der Schweiz ansässigen Baumarktketten.
Baumärkte
In den ersten Jahren dieses Jahrzehnts hat sich die Baumarktbranche in der Schweiz stark entwickelt, scheint aber seine Grenze erreicht zu haben. Die verschiedenen Ketten unterscheiden sich durch unterschiedliche Schwerpunkte im Sortiment. Auch deutsche Baumarktketten, die für ein umfangreiches Pflanzenangebot bekannt sind, drängen auf den schweizerischen Markt, der im Bereich Blumen und Pflanzen bisher von den zwei grossen Ketten dominiert wird, die auch im Lebensmitteleinzelhandel marktführend sind. Diese Baumärkte sind bei den Käufern in der Schweiz als Anbieter mit breitem Sortiment und guter Qualität akzeptiert. Dies gilt auch für die deutschen Ketten. Die Konsumenten bemängeln in den Baumärkten jedoch fehlende Beratung und fehlendes Fachpersonal und die Preise seien nicht die günstigsten.
Möbelhäuser
Möbelhäuser, die Trendartikel anbieten, werden geschätzt wegen ihrer geringen Preise und einem kleinen aber modernen Sortiment auch im Zimmerpflanzenangebot. Diese werden von den Konsumenten als Zusatzartikel und oft wegen der interessanten Präsentation gekauft. Fehlende Beratung und schwankende Qualität wird dabei in Kauf genommen.
Markt- und Strassenhandel
Dieser Absatzkanal spielt vor allem im französischsprachigen Teil der Schweiz eine Rolle. In erster Linie werden hier saisonale Schnittblumen für den Eigenbedarf gekauft. Qualität und Preisniveau wird von den Konsumenten als gut beurteilt. Es wird erwartet, dass der Marktanteil dieses Absatzkanals auch weiterhin stabil bleibt.
Gärtnereien
Ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung zugunsten von Einzelhandelsgärtnereien sind die gute Qualität und Frische der angebotenen Blumen und Pflanzen. Auch die authentische Atmosphäre wird geschätzt. Die zukünftige Bedeutung der lokalen Produktion wird von steigenden Kosten für Transport und Energie in den Exportländern abhängen.
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Zu den Verkaufstellen dieser beiden Ketten gehören neben Lebensmittelläden und Verbrauchermärkten in allen Grössen auch Tankstellenshops, Kioske, Baumärkte und bei einem Anbieter Gartencenter zur Unternehmensgruppe, die allerdings für einen geringeren Teil des Umsatzes stehen. Daher werden diese Anbieter im Folgenden unter dem Begriff Supermärkte zusammengefasst. 2004 erreichten beide gemeinsam einen Marktanteil von 59 Prozent in Bezug auf die Gesamtausgaben für Blumen und Pflanzen in der Schweiz. Blumenfachgeschäfte büssten zwischen 2000 und 2004 weiter Marktanteile ein und erreichten 2004 noch 23 Prozent. Bei den Zimmerpflanzen haben die beiden Supermarktketten eine noch stärkere Position. 2004 lag ihr Marktanteil bei 65 Prozent. Einen stabilen Marktanteil bei Zimmerpflanzen haben hier ausserdem die Einzelhandelsgärtnerein mit 14 Prozent, der Anteil der Blumenfachgeschäfte an den Gesamtausgaben nimmt Jahr für Jahr ab und lag 2004 bei 8 Prozent.
Grosshandel
Der schweizerische Grosshandel umfasst nur eine kleine Anzahl von rund 20 Betrieben, die sowohl im Import als auch im Grosshandel tätig sind. Einige Agenturen sind zudem im telefonischen Verkauf tätig. Die Grosshändler betreiben ihr Geschäft in eigenen Cash & Carrys oder haben Niederlassungen in den so genannten Blumenbörsen. Dort bieten auch lokale Produktionsgärtnereien traditionell ihre Erzeugnisse an. Die Blumenbörsen befinden sich in Bern, Genf, Heimberg, Lausanne, Littau, Mörschwil, Rothrist und in Zürich. Zum Angebot der Blumenbörsen gehört auch Importware, die zur Komplettierung des Sortiments eingeführt wird. An den Blumenbörsen befinden sich in der Regel auch Niederlassungen importierender Grosshändler. Diese sind jedoch sehr zurückhaltend bei der Einführung neuer Produkte und testen in der Regel zunächst die Akzeptanz des Marktes.
Seit 2002 ist die Einfuhr von Blumen und Pflanzen in die Schweiz zollfrei, obwohl diese nicht Mitglied der Europäischen Union ist. Nach der Einfuhr von 1000 Tonnen Blumen gilt jedoch ein System von Einfuhrrechten und Mengenbeschränkungen. Schweizer Importeure bekommen ein Kontingent zugewiesen. Will ein Importeur mehr Blumen und Pflanzen einführen, muss er gleichzeitig ein bestimmtes Kontingent heimischer Produkte abnehmen. Diese Beschränkungen werden bis 2007 abgebaut.
Insgesamt wurden 2005 Schnittblumen für fast 145 Millionen Euro Blumen und Pflanzen in die Schweiz importiert. 2001 lag der Import noch bei 163 Millionen. 59 Prozent der in die Schweiz importierten Schnittblumen stammten 2005 aus den Niederlanden (2003 noch 62%), Italien (12%), Kenia (9%) und Ecuador (6%) sind weitere wichtige Importländer. Dabei werden überwiegend Rosen importiert. Importzahlen für Zimmerpflanzen sind nicht bekannt. (Quelle: Eidg. Oberzolldirektion)
Einzelhandel
Schnittblumen
Im Einzelhandel mit Schnittblumen sind die Supermarktketten seit Jahren marktführend. Die Blumenfachgeschäfte haben seit 2000 5 Prozent Marktanteil eingebüsst. Die Einzelhandelsgärtnereien konnten ihren Marktanteil stabilisieren und können seit 2002 8 Prozent der Verbraucherausgaben für sich verbuchen. Auch der Markt- und Strassenhandel hat einen weitgehend stabilen Anteil von 6 Prozent.
Marktanteile Absatzkanäle Schnittblumen (Ausgaben in Prozent)
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | |
| Supermärkte | 51 | 53 | 54 | 56 | 59 |
| Blumenfachgeschäft | 28 | 27 | 27 | 26 | 23 |
| Gärtnerei | 9 | 10 | 8 | 8 | 8 |
| Markt- und Strassenhandel | 7 | 6 | 6 | 5 | 6 |
| Sonstige | 5 | 4 | 5 | 4 | 4 |
Topfpflanzen
Bei den Topfpflanzen ist die Dominanz der Supermarktketten noch ausgeprägter. Hier liegt der Marktanteil seit Jahren um die 60 Prozent und erreichte 2004 wie schon 2002 erneut ein Hoch von 65 Prozent. Einzelhandelsgärtnereien sind beim Einkauf von Zimmerpflanzen beliebter als Blumenfachgeschäfte. Die Gärtnereien haben einen stabilen Marktanteil von 14 Prozent, während das Blumengeschäft in den vergangenen Jahren weiter Marktanteile einbüsste und nur noch 8 Prozent der Ausgaben auf sich vereinigen kann. Auch Gartencenter haben zu kämpfen, ihr Marktanteil sank mit einem Zwischenhoch 2003 im Jahr 2004 auf einen Tiefstand von 5 Prozent.
Marktanteile Absatzkanäle Zimmerpflanzen (Ausgaben in Prozent)
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | |
| Supermärkte | 59 | 62 | 65 | 60 | 65 |
| Gärtnerei | 14 | 14 | 12 | 14 | 14 |
| Blumenfachgeschäft | 11 | 9 | 10 | 11 | 8 |
| Gartencenter | 7 | 7 | 6 | 8 | 5 |
| Sonstige | 9 | 7 | 6 | 6 | 7 |
Blumenfachgeschäft
Aus einer Untersuchung der Productschap Tuinbouw im Jahr 2006 geht hervor, dass die Selbsteinschätzung der schweizerischen Blumenfachhändler geteilt ist. Ein Teil ordnet sich selbst eher der Gruppe der 'Künstler' zu, die andere Gruppe sieht sich als „Unternehmer". Die meisten Floristen beklagen Umsatzrückgänge in den vergangenen 2 bis 3 Jahren. Eine kleine Gruppe, die überwiegend zu den 'Unternehmern' gehört, teilt diese Einschätzung nicht. Die Stärke dieser Gruppe liegt vor allem in einer rationalen Beurteilung der Kostensituation, einer stärkeren Analyse des Kundenstamms und der Ausarbeitung eines Konzeptes, wobei sich häufig auf ein bestimmtes Produktsegment konzentriert und nicht 'alles' angeboten wird. Ein umfangreiches Dienstleitungsangebot und gute Qualität des Sortiments sind nach Auffassung der Blumenfachhändler die Stärken des eigenen Absatzkanals.
Schnittblumen machen dabei 54 Prozent des Angebots aus. Vor allem gemischte Fertigsträusse werden am häufigsten verkauft. 16 Prozent des Angebots besteht aus Zimmerpflanzen, davon mehr als die Hälfte (58%) blühende Pflanzen. Accessoires und Dekorationsartikel gewinnen im Blumengeschäft an Boden: 13 Prozent des Angebots setzt sich aus diesen Artikeln zusammen. Weitere 18 Prozent machen saisonbedingt Beet- und Balkonpflanzen aus. Die Blumenfachhändler schätzen ihre eigene Marktposition als schwierig ein. Zwar erwarten sie mit einer günstigen ökonomischen Entwicklung Umsatzzuwächse, aber auch einen steigenden Konkurrenzdruck durch andere Blumengeschäfte, Supermärkte und Baumärkte.
Lebensmitteleinzelhandel
Der Lebensmittelhandel der Schweiz wird durch zwei Unternehmensgruppen dominiert, die 2005 zusammen einen Marktanteil von rund 74 Prozent erreichten. In der Handelslandschaft sind sie vom Hypermarkt bis zum Tankstellenshop in jeder Anbietergrösse vertreten. Nur im Discountbereich sind diese beiden Unternehmen nicht tätig. Dieser wird durch einen schweizerischen und die bekannten deutschen und französischen Anbieter besetzt. In den Kassen der beiden grossen Schweizer Unternehmensgruppen landeten 2004 59 Prozent der Gesamtausgaben für Blumen und Pflanzen. Davon wurden rund 60 Prozent für Schnittblumen und 40 Prozent für Zimmerpflanzen ausgegeben.
Bei den Schnittblumen nahmen vor allem Monosträusse die führende Position ein, mit ihnen wurden beim einen Anbieter 65 Prozent beim anderen 75 Prozent der Umsätze bei Schnittblumen erzielt. Konsumenten schätzen bei den Supermarktketten die relativ niedrigen Preise und die gute Qualität der Blumen, die sich aus der Sicht der Verbraucher in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. Aufgrund der hohen Umschlaggeschwindigkeit in den Supermärkten gehen die Verbraucher davon aus, dass die Blumen frisch sind. Auch werden die Themen Umwelt und Fair Trade von den Supermärkten stärker aufgegriffen als von den Blumenfachgeschäften. Ein Plus aus Sicht der Konsumenten. Kritisiert wird die fehlende Auswahl, was jedoch nicht für alle Verkaufsstellen gilt sowie die unterschiedliche Qualität bei Präsentation und Verpackung. Unterschiede werden zwischen den beiden Unternehmen in Bezug auf Beratungskompetenz, Präsentation und Preisgefüge gesehen.
Bei den Zimmerpflanzen liegt der Marktanteil der beiden Supermarktketten bei 40 bzw. 25 Prozent. Bei den Zimmerpflanzen sind es 74 bzw. 77 Prozent, die für blühende Pflanzen ausgegeben werden. 2004 konnten Pflanzenschalen etwas zulegen und 14 bzw. 11 Prozent der Ausgaben für sich verbuchen. Auf Grünpflanzen entfallen bei beiden Unternehmensgruppen 12 Prozent der Ausgaben.
Gartencenter
In der Schweiz gibt es nicht viele echte Gartencenterketten, meist haben diese nur wenige Niederlassungen. Eine Ausnahme bildet ein Kooperationsverband von 27 schweizerischen Gartencentern, die in Bezug auf Marken und Einkaufspolitik, Kundenaktivitäten und ständige Mitarbeiterschulungen zusammenarbeiten. Allerdings gibt es auch Gartencenter als Teil der in der Schweiz ansässigen Baumarktketten.
Baumärkte
In den ersten Jahren dieses Jahrzehnts hat sich die Baumarktbranche in der Schweiz stark entwickelt, scheint aber seine Grenze erreicht zu haben. Die verschiedenen Ketten unterscheiden sich durch unterschiedliche Schwerpunkte im Sortiment. Auch deutsche Baumarktketten, die für ein umfangreiches Pflanzenangebot bekannt sind, drängen auf den schweizerischen Markt, der im Bereich Blumen und Pflanzen bisher von den zwei grossen Ketten dominiert wird, die auch im Lebensmitteleinzelhandel marktführend sind. Diese Baumärkte sind bei den Käufern in der Schweiz als Anbieter mit breitem Sortiment und guter Qualität akzeptiert. Dies gilt auch für die deutschen Ketten. Die Konsumenten bemängeln in den Baumärkten jedoch fehlende Beratung und fehlendes Fachpersonal und die Preise seien nicht die günstigsten.
Möbelhäuser
Möbelhäuser, die Trendartikel anbieten, werden geschätzt wegen ihrer geringen Preise und einem kleinen aber modernen Sortiment auch im Zimmerpflanzenangebot. Diese werden von den Konsumenten als Zusatzartikel und oft wegen der interessanten Präsentation gekauft. Fehlende Beratung und schwankende Qualität wird dabei in Kauf genommen.
Markt- und Strassenhandel
Dieser Absatzkanal spielt vor allem im französischsprachigen Teil der Schweiz eine Rolle. In erster Linie werden hier saisonale Schnittblumen für den Eigenbedarf gekauft. Qualität und Preisniveau wird von den Konsumenten als gut beurteilt. Es wird erwartet, dass der Marktanteil dieses Absatzkanals auch weiterhin stabil bleibt.
Gärtnereien
Ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung zugunsten von Einzelhandelsgärtnereien sind die gute Qualität und Frische der angebotenen Blumen und Pflanzen. Auch die authentische Atmosphäre wird geschätzt. Die zukünftige Bedeutung der lokalen Produktion wird von steigenden Kosten für Transport und Energie in den Exportländern abhängen.